Wenn Inkompetenz dein Stilmittel ist — Asket Akbar im Interview

Tarek J. Schakib-Ekbatan ist nicht nur Journalist, sondern macht auch unter dem Pseudonym Asket Akbar Musik. In einer spontanen Session ist in einer Nacht ein Song entstanden, zu dem es dann auch einen ebenso spontanen Videodreh gab.

Als Musiker und Journalist in Personalunion führte er folgendes Interview einfach mit sich selbst. Die journalistische Objektivität bleibt dabei selbstverständlich gewahrt. (Diese Einleitung hat er übrigens auch selbst geschrieben.)

wyme: Asket Akbar, wie geht es Dir?
Asket Akbar: Nächste Frage!

Ich muss Dir zunächst zu dem unglaublichen Song gratulieren!
Das beschämt mich und Scham ist ein Gefühl, das ich nicht leiden kann!

Nun gut, dann zu Dir … Was bedeutet Dein Name?
Darüber möchte ich gerade nicht sprechen, zumindest nicht mit Dir! Ich möchte lieber einfach über das Lied reden.

Das Lied heißt ja: „Weil Du traurig bist“. Wie ist es entstanden? Worum geht es in dem Lied?
Das ist eine schlaue Frage! Es handelt einerseits vom Erwachsenwerden, wozu eine melancholische aber doch fröhliche Position eingenommen wird, andererseits geht es darum, Menschen zu trösten, die gerade traurig sind.
Ich war beim einzigartigen Produzenten Wombeats (a.k.a. Fanartikel) in Köln zu Gast und telefonierte mit einer Freundin, die mir erzählte, dass sie traurig sei. Ich versprach, ich würde noch in dieser Nacht ein Lied für sie machen, um sie zu trösten. Donnie Marco hat spontan die Gitarre eingespielt und Wombeats hat produziert. Natürlich wollte ich mich damit auch bei dem Mädchen einschmeicheln …

Also alles Berechnung?
Nein! Es geht schon um ehrliche Gefühle, und das hört man auch, Du Pfeife!

Nun gut und das Video?
Ebenfalls eine sehr gute Frage! Mir kam in Köln die Idee, spontan ein paar Impressionen mit der Kamera einzufangen, damit wir gleich ein Video dazu haben. Einige Außenaufnahmen haben wir dann in Bamberg gemacht.

Asket-Akbar-Blickhoch

Das Video sieht ja echt professionell aus in diesem roughen Stil!
Ja, das haben wir absichtlich so rough gemacht, um darüber hinweg zu täuschen, dass wir keine Ahnung von Video-Produktion haben. Geschnitten hat das Ganze netterweise mein Cousin Julian, der allgemein übelst genial ist, dadurch sieht es dann doch ganz gut aus. Besonders stolz bin ich übrigens auf die Aufnahme von dem Mann mit den blauen Crocs und dem urinierenden Hund am Ende!

Aha.
[Unangenehme Stille]

Du hattest kürzlich Geburtstag?
Darüber möchte ich nicht öffentlich reden!

Wenn ihr so einen Hammer-Song spontan nachts aufnehmt, kann man ja gespannt sein, wie ein richtiges Album von Dir wird, oder?
Ja, das ist auch gerade in Planung. Deshalb war ich überhaupt bei meinem Produzenten in Köln. Man kann gespannt sein. Es wird auf jeden Fall sehr sehr übertrieben gut. Oder zumindest nicht schlecht. Ich kann Dir ja Bescheid geben, wenn es fertig ist.
Das wäre nett.

Du bist ja auch als Journalist tätig. Wo siehst Du Dich eher: Im Studio oder in der Redaktion?
Da bin ich mit mir selbst uneins!

Danke für das Interview!
Ja gerne, wir sehen uns beim Spiegel.


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