Casa del la Musica

Wir lassen unsere Rücksäcke auf das harte Bett fallen. Mit der Mama des Hauses haben wir einen guten Preis ausgemacht und können für 20 Cuc in dem kleinen Privathaus schlafen. Um in unser Zimmer zu gelangen, müssen wir über ein Hausdach steigen, das mit Brettern fest gemacht worden ist. Von hier aus können wir die Stadt sehen.

Die Idylle hinter der Mauer

Unsere erste Reise innerhalb Kubas führt uns nach Varadero. Fanjul, unser Vermieter, empfiehlt uns einen Bus der Firma Viazul, der täglich an die Küste fährt. Um acht Uhr dreißig morgens stehen wir an einem zerbrochenen Bordstein, er ist mit Gras- und Erdflecken versetzt. Als der Bus fünf Minuten über der Abfahrtszeit noch nicht da ist, machen wir uns Sorgen, dass er hier vielleicht gar nicht fährt. Hier gibt es ja nicht einmal ein Halteschild, nein, das kann nicht sein, und doch, es ist – unsere German-Angst ist völlig unbegründet.

¡Socialismo o Muerto!

Erleichtert steige ich nach zehn Stunden Flugzeit aus dem Flieger und rieche schon an der Luft, dass hier alles anders ist. Sie ist dick und klamm, ich möchte sie auseinander reissen, aber die Hitze dahinter ist auszuhalten. In einer Art Kiste sitzt ein dunkelhäutiger Polizist mit hellblauen Augen und blättert durch meinen Reisepass. Mit einer billigen Webcam macht er ein Foto von mir. Er grinst mich an.