Was ist Muße?

Ein Leben im Zeichen der Muße und der dichterischen sowie wissenschaftlichen Schöpfungskraft. Goethe, könnte man behaupten, hat es vorgemacht. Sie steht eben nicht im Namen der Faulheit oder gar der Ziellosigkeit. Ein Schlagwort unserer Zeit, wird sie gerne mit der Freizeit verwechselt, also mit der Zeit, die man zwar nicht in der Arbeit verbringt, die aber dennoch durch letztere bedingt ist. Viel wird auch von der Entschleunigung geredet. Man müsse weniger schnell leben, weniger schnell arbeiten. Doch greift das weit genug? An der Universität Freiburg denkt deshalb eine Forschergruppe den Mußebegriff neu und erkundet so welche Räume er für uns erschließen könnte.
Der Philosoph Tobias Keiling, der dort im Teilprojekt “Muße als räumlich Freiheit” arbeitet, hat uns zum Thema Muße wesentliche Fragen beantwortet.