Quantum Keys liebt Nietzsche

Quantum Keys liebt Nietzsche

John, du bist kürzlich nach einer längeren Zeit in England zurück in die USA gezogen. Wie fühlt es sich an nach Hause zu kommen?
Nachdem ich jetzt über ein Jahr wieder zu Hause bin, fühlt sich die Zeit in England an wie ein Traum. Obwohl ich nicht sicher bin, ob es sich, wenn ich dorthin zurückgehen würde, nicht eher wie gestern anfühlen würde. Es wäre toll mal wieder durch die Straßen von London zu laufen. Zu Hause zu sein, fühlt sich ruhiger an, das mag ich sehr.

Was bedeutet “zu Hause” für dich?
Zu Hause verändert sich. An einem Punkt in deinem Leben ein bestimmter Ort sein, woanders ein anderer. Manchmal verlässt man ein zu Hause, aber es verlässt dich nicht. Die meiste Zeit ist dein zu Hause, wo du ins Bett gehst.

Deine neue Platte ist endlich rausgekommen. Wo kann man sie bekommen? Du klingst übrigens wie die amerikanischen Beatles. Hat das gute alte England seine Spuren hinterlassen?
Ich bin sehr glücklich über die neue Platte. Sie kann kostenlos auf http://quantumkeys.bandcamp.com heruntergeladen werden. Und bald werde ich es auf iTunes und anderen Streaming-Dienstleitern anbieten. Ich liebe die Beatles und bin häufig zur Abbey Road gegangen als ich in London war. Es ist sehr schade, dass Bürgerliche nicht hineingehen dürfen. Die Musik der Beatles hat so viele Farben, und ich habe versucht zu nachzuahmen – genauso wie die guten Schwingungen, die sie ausgestrahlt haben.

Von was handeln die Texte?
Die Texte sind meistens positiv. Wenn ich so zurückblicke, scheint das Erwachsenwerden ein Thema zu sein. Die Idee zu wachsen ist sicherlich ein zentrales Thema.

Mit wem und wo hast du aufgenommen?
Das meiste davon habe ich selbst in einem Schlafzimmer in L. A. aufgenommen. Mein Freund Echo nahm für einige Songs das Schlafzeug auf und mein Freund Will half mir ein Jahr später im Keller meiner Eltern die Lieder zu mischen.

Kannst du uns erklären wie wichtig dir Nietzsche ist und wie das deine Kunst beeinflusst?
Nietzsche ist einer der großen Philosophen. Seine Arbeit ist unerschrocken, farbenfroh und signifikant. Ich habe immer gedacht, dass Philosophie und Kunst Hand in Hand gehen. Und er ist der erste, den ich gelesen habe und der auch daran glaubt, dass es ein enges Band zwischen beiden gibt. Ich glaube Philosophie und Musik versuchen beide das Unaussprechliche auszudrücken. Zum Teil glaube ich, dass mir Nietzsche geholfen hat ein besserer Künstler zu werden.

Du bist Italiener und Amerikaner. Was bedeutet das für dich bzw. wie hat es dich geprägt?
Als ich jünger war, hat mir das italienische Erbe mehr bedeutet. Ich wollte Italiener sein, weil alle guten Fußballspieler Italiener waren (Pirlo). Italien hat außerdem eine große Geschichte, großartige Maler, brilliante Musiker und Schriftstellter. Als ich älter wurde und nachdem ich einige Zeit in England verbracht habe, bin ich mehr amerikanisch geworden bzw. habe ich diese Identität mehr angenommen. Ich mag es Amerikaner zu sein, obwohl das Land seit Kurzem im Umbruch zu sein scheint.

Übersetzt von Lisa Roderer.

John, you recently moved back to the States after some time abroad in the UK. What’s coming back home been like?
After having been home for over a year it feels like living in the UK was a dream, though I’m sure if I went back it would feel like I was there yesterday. It would be nice to walk the streets in London again. Being home is a little more calm, which I like very much.

What does home mean to you?
Home changes, it can be some place at one point in your life and somewhere else at a different point. Sometimes you can leave a home, but it doesn’t leave you. For the most part, home is where you go to sleep.

Your new record is finally out. Where can we get it? And man you sound like the American Beatles. So jolly old England did leave its mark?
I am very happy with the new record! It can be downloaded for free at http://quantumkeys.bandcamp.com. Soon I will release it on iTunes and the streaming services. I love the Beatles and often walked to Abbey Road when I was in London, it’s too bad the commoners can’t go inside. The Beatles music has so much color, that’s what I try to emulate and the good vibes they send out.

What do the lyrics deal with?
The lyrics on the record are mostly positive, looking back on it, it seems like there is coming of age motif. The idea of growing is central to the lyrics for sure.

Who did you record with and where?
I recorded most of it myself in a bedroom in LA. My friend Echo recorded the drums for a few songs and my friend Will helped me mix it in my parent’s basement a year later.

Explain to us how important Nietzsche is for you and how this might reflect in your art?
Nietzsche is one of the great philosophers. His writing is intrepid, colorful, and significant. I always thought that philosophy and art go hand in hand, he was the first one I read who also believes in the close tie between the two. I think philosophy and music both try to express the inexpressible. In some ways I feel Nietzsche has made me become a stronger artist.

You’re Italian-American. What does that mean to you or how did it shape you?
When I was younger my Italian heritage meant something more to me, I wanted to be Italian because all of the good soccer players were Italian (Pirlo). Italy also has a great history, master painters, brilliant musicians and writers. As I’ve grown, and after spending time in the UK, I’ve become more American or I’ve taken that identity on more. I like being American although lately it seems like a country in turmoil.


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