Invest 2017: Das sind die Trendthemen für junge Geldanleger

Invest 2017: Das sind die Trendthemen für junge Geldanleger

Die Robots kommen: Bei der diesjährigen Invest, der jährlichen Leitmesse für private Geldanlage in Stuttgart, waren Systeme für automatisierte Geldanlage eines der großen Trendthemen gerade für das junge Publikum. Was man zu diesem und drei weiteren Themen für junge Finanzaffine wissen sollte, zeigen wir hier.

12.000 Besucher kamen zur diesjährigen Invest nach Stuttgart, der Leitmesse für private Geldanleger. Besonders stark gefragt waren Veranstaltungen zur Aktienanlage, junges Publikum zog es vor allem in die Bloggerlounge. Wir waren auch dort und zeigen die aus unserer Sicht wichtigsten Themen der Messe:

Trend 1: Robo-Advisor – Digitale Vermögensverwaltung: Automatisierte Geldanlage mit ETFs

Einen Vermögensverwalter gibt es jetzt schon für unter 1% Gebühr p.a. und nicht mehr nur fürs Großkapital. Zumindest, wenn man sein Kapital einem Robot anvertrauen möchte. Auf der Invest waren diese Systeme für automatisierte Geldanlage eines der großen Trendthemen. Die Robo Advisors versprechen wissenschaftlich fundierte Geldanlage zu günstigen Konditionen. Realisiert werden die Portfolios über passive Investment, also ETFs.

Scalable.capital, Marktführer in diesem Segment, verwaltet inzwischen mehr als 200 Mio. Kapital. Wer diesen automatisierten Vermögensverwalter nutzen möchte, muss allerdings mindestens 10.000 Euro einlegen. Dann kann mit einer monatlichen Sparrate und Einmalzahlungen weiter gespart werden.

Scalable.capital ist wie die meisten Robo Advisor in Deutschland BaFin reguliert. Bei der Anmeldung werden deshalb auch die Erfahrungen mit der Geldanlage abgeprüft. Basierend auf der angegebenen Risikoneigung wird dann ein ETF-Porfolio zusammengestellt und fortlaufend vom Robot überprüft.

Unser Autor Dominik auf der Invest.

Die Gebühr fällt moderat aus: 0,75% p.a. bezahlt man für die Vermögensverwaltung. Dazu kommen noch die Kosten für die ETFs. Der Robot übernimmt das Rebalancing der Portfolios, die Auswahl der ETFs und führt für jeden Kunden bis zu 100 Trades pro Jahr aus.

Auch die Mitbewerber von Scalable ticken ähnlich. Bei Vaamo kann man schon mit 10 Euro pro Monat im Sparplan starten. Der Robo Advisor Whitebox startet mit 5.000 Euro.

Trend 2: Social Trading

Am Börsenerfolg anderer teilhaben oder eigene Profite im Trading maximieren: Social Trading macht es möglich. Auch dazu war auf der Invest besonders viel Programm geboten. Marktführer Wikifolio zog besonders viel Interesse auf sich und zeigte, wie man sich mit wenig Aufwand ein eigenes Wikifolio anlegen kann. Wer am Trading-Erfolg anderer partizipieren möchte, kann auf wikifolio.de mit zahlreichen Filtern für die eigene Risikoneigung passende Wikifolios finden und dann ins eigene Depot kaufen.

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Stark im Kommen ist das Social Trading auch bei der Plattform etoro, bei der auch die Commerzbank beteiligt ist. Einen Bonus für die Anmeldung bei dieser Plattform gibt es zwar nicht mehr, nachdem die Regulierungsbehörden Boni generell gestrichten hatten, trotzdem lohnt sich der Ersteinstieg auch hier. Praktisch: Wer die Plattform erst mal testen will, kann mit wenigen Klicks und ohne Einlage ein Demo-Konto eröffnen. Gehandelt wird bei etoro ausschließlich mit CFDs. Unkompliziert kann man anderen Tradern folgen und sich ein Porfolio zusammen stellen.

Auch stark beim social trading ist die Plattform ayondo. Am Stand des Unternehmens stellten Top-Trader wie MrDax ihre Handelsstrategie vor. Nach der Anmeldung bei der Plattform kann man bequem den Top-Tradern folgen.

Trend 3: Crowdinvesting

Besonders Plattformen für Crowdinvesting in Immobilien stellten auf der Messe ihr Angebot vor. Wer im Niedrigzinsumfeld eine ordentliche Rendite erwirtschaften möchte und dabei auf die immer noch beliebteste Anlageklasse Immobilien setzen möchte, kann beim Crowdinvesting auch mit kleinen Beträgen investieren. Marktführer Exporo hat über die Crowd schon Kapital für mehr als 43 Projekte gesammelt. Die Zielrenditen liegen hier zwischen 4 und 7% p.a., abhängig vom Risiko, das exporo nach einer internen Risikoeinstufung bemisst. Einsteigen kann man hier schon ab 500 Euro. Beachten solltest du aber immer, dass es so hohe Zinsen nicht ohne Risiken gibt: Bei Immobilien-Crowdinvesting sind die über die Crowd gewonnenen Kredite generell nachrangig. Das heißt: Sollte doch einmal der Verkauf eines Projekts scheitern oder der Immobilienentwickler in die Insolvenz gehen, werden zuerst die Banken bedient, dann die Crowd-Investoren. Daran sollte man denken!

Wer Geld über Crowdinvesting anlegen möchte und gleichzeitig die Energiewende unterstützen möchte, sollte sich auch Portale wie leihdeinerumweltgeld.de anschauen. Auf der Plattform gibt es ähnlich hohe Zinsen für Crowdinvesting in Umweltprojekte.


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