Rezension: Die Strudlhofstiege

Ein Buch, bei dem man nicht wirklich weiß, was darin passiert, wer die handelnden Personen sind, ob es irgendeinen übergeordneten Handlungszusammenhang gibt, das darüber hinaus noch 900 eng bedruckte Seiten lang ist – und trotzdem oder gerade deswegen süchtig macht. Das ist Heimito von Doderers wienerisch dahingeplaudertes „Die Strudelhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre“. Mit abgründigem Humor und virtuoser Sprachgewalt erzählt das Romanepos von Liebeleien und Intrigen, von Verwicklungen und Verwechslungen und, immer wieder, vom Ende der Jungfernschaft.