Inside Capitalism: Ein Ex-Banker packt aus

Geraint Anderson war dabei, als sich in den 2000er Jahren die Finanzindustrie immer mehr bemächtigte. In der City of London war Geraint als Investmenbanker bei verschiedenen Instituten tätig und sein High Speed Leben war das Klischee schlechthin: Sex, Kokain, schnelles Geld, Medienaufmerksamkeit. Doch irgendwann war ihm dieses Leben zu leer und er begann als erster in einer anonymen Kolumne über seine Erfahrungen zu berichten. Wir haben ihn in London interviewt.

Michael Sandel: Was man für Geld nicht kaufen kann

Der Philosoph Michael Sandel beschäftigt sich intensiv mit der Möglichkeit, den öffentlichen Diskurs dahin zu lenken, wo es weh tut. Seine zentralen Fragen sind, Was ist Gerechtgkeit, Was sind die Grenzen des Marktes, aber auch Kontemplation über das Heilige und die Freundschaft. Letztere, zeigt Sandel in unserem Gespräch auf, haben gar nahezu gar keinen Platz mehr im öffentlichen Diskurs. Doch sollten wir genau dazu wir zurückkehren. Die pluralistische Gesellschaftstheorie und -Praxis hat dies, behauptet Sandel, größtenteils vermieden, und es damit dem Markt ermöglicht, sich immer weiter in sämtliche Sphären der Lebenswelt auszubreiten.

Was ist Muße?

Ein Leben im Zeichen der Muße und der dichterischen sowie wissenschaftlichen Schöpfungskraft. Goethe, könnte man behaupten, hat es vorgemacht. Sie steht eben nicht im Namen der Faulheit oder gar der Ziellosigkeit. Ein Schlagwort unserer Zeit, wird sie gerne mit der Freizeit verwechselt, also mit der Zeit, die man zwar nicht in der Arbeit verbringt, die aber dennoch durch letztere bedingt ist. Viel wird auch von der Entschleunigung geredet. Man müsse weniger schnell leben, weniger schnell arbeiten. Doch greift das weit genug? An der Universität Freiburg denkt deshalb eine Forschergruppe den Mußebegriff neu und erkundet so welche Räume er für uns erschließen könnte.
Der Philosoph Tobias Keiling, der dort im Teilprojekt „Muße als räumlich Freiheit“ arbeitet, hat uns zum Thema Muße wesentliche Fragen beantwortet.

Seattle Afternoons

Der Singer-Songwriter Scott Kennedy lebt in der Stadt des ewigen Regens—Seattle. Doch Seattle ist auch die Heimatstadt von Nirvana und der ganzen Grunge-Bewegung sowie die Geburtsstadt von Jimi Hendrix. Obwohl Seattle im Vergleich eine recht kleine amerikanische Großstadt ist, ist die Musikszene dort eine der lebendigsten. Fast zu vergleichen mit Nashville. Scott hat sich mit uns darüber unterhalten, wie er dorthin gelangt und wovon seine Musik erzählt.

Supralittoral—eine Fotoserie von Luca Longagnani

Der italienische Architekt Luca Longagnani lebt und arbeitet seit vier Jahren in Berlin. Für wyme hat er exklusiv die Fotoserie Supralittoral erstellt. Supralittoral verbindet Eindrücke von Los Angeles und dem Yosemite National Park. Wir haben uns mit ihm über die Bedeutung dieser Fotoserie, wie Berlin seine Wahrnehmung beeinflusst, über die Wahrheit in der Kunst und die grausame Schönheit von Los Angeles unterhalten.

Anto Dust Interview

Anto Dust ist eine bezaubernde Musikerin aus Sardinien. Vor ein paar Jahren hat sie aber gemerkt, dass die Insel sie einengt. Deshalb hat sie schnell ihre Koffer gepackt und ist nach London abgehauen. Dort hat sie begonnen ihre fantastischen Songs zu schreiben. Anfangs war sie solo mit Akustikgitarre unterwegs. Mittlerweile hat sie aber eine Band gegründet, mit der sie gerade ihr erstes Album aufnimmt. Außerdem kann sie es kaum fassen, dass sie im Moment so zielstrebig ist. Ach ja, bevor ich’s vergesse: Wir haben ihr neues Video zu ihrer Single „Eyeless in London“ als exklusive Deutschland-Premiere bei uns

Der König von Augsburg

Was dem König von Augsburg überhaupt nicht passt, sind Schnuller. Deshalb schaut er auch ganz genau in jeden Kinderwagen. Entdeckt er einen Säugling oder ein Kleinkind mit einem Luller im Mund, schimpft er die Eltern ungehalten. „Die Kinder sollen mitreden können!“, ist des Königs Weisung.